Nicht nur in Asien sondern auch in Europa gab es im Mittelalter hochentwickelte Nahkampftechniken, die ebenso die geistige und körperliche Entwicklung förderten. Leider ist eine durchgängige Überlieferung von Meister zu Schüler durch den Wechsel der bevorzugten Waffen unterbrochen worden. Mittels historischer Fechtbücher in Verbindung mit Untersuchungen von historischen Waffen aus dem Mittelalter ist es jedoch gelungen, Fechtmethoden wieder zu entdecken, wie sie sehr wahrscheinlich damals angewandt wurden. Ähnlich wie im Tai Chi Chuan und dem Kendo wird größtmögliche Effektivität in Verbindung mit der Schonung der eigenen Waffen und Körperkraft Wert gelegt.

So wird z.B im Schwertkampf unter keinen Umständen ein gegnerischer Hieb mit der eigenen Schneide aufgehalten, was zur Zerstörung der Schwerter geführt hätte.

Parallel mit dem Einstudieren von Techniken mit Schwert, Dolch oder Stock (Hellebarde) wird die geistige Komponente eines Kampes gezielt geübt.

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